Startseite
    Einfach (weiter) leben ?
    Ylva - Li
    ende neu
    rausblick
    dazwischen
    abgründe
    familienalbum
    fliesstext
    ichduwir
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/dieanderesequenz

Gratis bloggen bei
myblog.de





Kommen, gehen, zurückkehren


Du bist alt geworden denke ich und ich sortiere deine grauen Strähnen in meinem Kopf,
ich weiß....sie tragen meinen Namen grinse ich in dich hinein und denke:
etwas bleibt immer, etwas bleibt immer
zurück.

12.10.06 22:58


Steinzeitmenschen

Die Welt steht im Wandel-
um uns herum grasiert der Fortschritt

-wir sitzen da und fallen in unsere
Ursprungsängste zurück

(1998)
18.9.06 22:32


Ein bisschen Beziehung

Der Zeiger der Uhr dreht sich
unaufhörlich: der Takt bleibt gleich

Sie treffen sich, küssen mit spitzen Lippen: zwei, drei, vier Bier
der Wind weht und manchmal auch ins Bett
der Takt bleibt gleich

manchmal scheint die Zeit endlos,
obwohl der Frühling erst beginnt
der Takt bleibt gleich

mitten im Prinzip von Chaos
eine Ordnung die nicht lebbar ist

er küsst sie mit spitzen Lippen
der Takt bleibt gleich


(1997)

 


18.9.06 22:27


versprochener Versprecher

versprochenes Versprechen
-vorbei
Traumwelten zerfallen im Nichts
ich sitze da und spiele

mit Murmeln

 



18.9.06 22:22


Alle

Niemand sagt zu Niemand
irgendwas,
so ist es um so besser,
dass alle sagen was Niemand weiß

18.9.06 22:17


Der blaue Brief

Der blaue Brief- Szenen des normalen Wahn-Sinns


Sie:
betrunken daliegend, nach Anisschnaps riechend, den Sonnenaufgang erwartend-
blaue Briefe schreibend: aus einer Mücke einen Elefanten machend, Schwach-Sinn denkend.
Draußen prasselt der Regen gegen ihre Fensterscheiben, die Sonne wird nicht mehr aufgehen:
Sonnenstrahlen- Spar- Reform: Wärme Stopp!
Dann irgendwann das Handtuch schmeißend, klar sehen, erkennen, dass die Zeiten andere sind.
Es gibt keine Prinzen mehr, die Drachen sind schon fast ausgestorben, längst veraltet in wärmere Regionen abgewandert. Es gibt für sie nichts mehr zu erkämpfen. Und die Prinzen? Die Prinzen dachten haben´s drachenlos ziemlich einfach und sind im Zuge der überwältigen Leichtigkeit im Fluge vom Pferd gefallen.
Doch neulich dachte sie, hätte sie einen getroffen. In der Kneipe nebenan. War dann aber doch irgendwie komisch kommt es ihr in den Sinn. Denn der Prinz hing mit ziemlich laffem Oberkörper überm Thesen und quengelte jämmerlich in sein Bier. Das sowohl Drache als auch Prinzessin weck, letztere mit ner Harley gegen Süden. Nach folgender Ausführung fiel der Prinz dann einfach vom Barhocker, wo er noch lag, als sie zwei Stunden später ihrer Träume beraubt das Terrain verließ.
Übriggeblieben sind nur die, die alles hinnehmen konnten, es sich halt nicht so schwer gemacht haben. Denn gefragt ist das Einfache, dass, was sich lückenlos einbauen lässt, sich ohne große Mühe formen lässt. Kantenlos, kalorienarm: leicht verdaulich. Barbiepuppenideologien! Sie hält nichts davon, macht aus der Not eine Tugend, da ihr dieses schon immer viel zu weit entfernt schien.
Kindheitstrauma:
Ihre Barbiepuppe weder blond noch perfekt. Eingedellte Brust und Hinkebein. Sie hat sie dann irgendwann in die Ecke geworfen, nicht wegen der ihr fehlenden Schönheit, sondern eher wegen der noch immer zu großen Ähnlichkeit mit ihren Fließbandproduktionsschwestern. Schon damals muss sie erkannt haben, dass sie mit diesen Idealbildern nicht stand halten kann.
Sie ist dann übergesiedelt zu denen, die mit Rotznasen und zerschundenen Knien, auf Bäumen sitzend den Leuten Steine in den Weg geworfen haben. So etwas schien irgendwie unkomplizierter und lebendiger als starre Schönheitsikonen an- und auszukleiden.
Sie weiß gar nicht mehr wann, aber plötzlich war dann alles anders. Die Zeit wurde komisch hektisch und ab und an ist sie dann auch schon mal von ihrem Baum runter. Nicht weil sie unbedingt gewollt hätte, es war nur niemand mehr da, der zu ihr hochgeklettert wäre. Zum Ende hin hat sie dann das Ganze einfach bleiben lassen. Ist auf keinen Baum mehr rauf, nur das mit dem Steineschmeißen konnte sie nie so ganz lassen. Das hatte so seinen ganz bestimmten Reiz.
Der Regen hat aufgehört, etwas nüchterner, aber immer noch mit dem Geruch des Anis fest verankert, tapst sie nun Barfuss über die immer noch nasse Hauptverkehrsstraße. Sie stellt die große Leiter auf und klettert in einen der letzten Bäume. Ihr läuft die Rotznase und in ihren Taschen befindet sich eine unendliche Anzahl kleiner Kieselsteine.
ALLES WIRD GUT!
18.9.06 22:15


Marokko ´98


Seewind
brausend in meinen Ohren

eintauchend in das wellige Blau
sinkend hinab in das unendliche des Ozeans


- träume mich wohlig
- wickle mich ein ins wollige Warm

um
mich dann erneut von Wolkenkratzern zu stürzen-

hupendes Blech klatscht auf harten Beton
erfrierendes Stahl



rentré a la maison
18.9.06 22:10


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung